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81 010

BR 85

ELNA 1'C Typ 5

99 222

99 5902

V36 067

sächs. IIIK

sächs. VK 99 614

Kleinserie W50

OMC Gera e.V.

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91 6492

 
 
Für die meisten Modellbahnfreunde dürfte eine ELNA-Lok weitgehend unbekannt sein, obwohl gerade ein Modell dieser Dampflokbauart sich sehr gut für den Einsatz auf kleinen Anlagen mit Neben-, Klein- und Privatbahncharakter eignet. ELNA-Lokomotiven wurden von 1921 bis 1944 über 200 mal für Klein- und Privatbahnen gebaut, von den Großserienherstellern wurde diese Lokomotivart aber bisher völlig ignoriert.
In der Baureihen-Bibliothek vom EK-Verlag ist 2001 der Band "Die "6000er" der Deutschen Reichsbahn" erschienen. In diesem Buch gibt es eine Vielzahl von Fotos und Informationen über ELNA-Lokomotiven, sowie weiterer Fahrzeuge der enteigneten Privat- und Kleinbahnen in der DDR.
 
Bei Weinert-Modellbau gibt es mit den Best.-Nr. 4236 und 4237 einen Komplettbausatz für eine ELNA 1'C Typ 5. Der Bausatz ermöglicht die Nachbildung verschiedener Vorbildloks, die sich im Wesentlichen durch unterschiedliche Anordnung der Armaturen und Leitungsverlegung unterscheiden.
     
Rahmen verlötet mit angeschraubten Zylinderblöcken
 
 
Dem Bausatz liegt eine 18-seitige Baubeschreibung bei, die den Bau verschiedene Vorbildvarianten beschreibt. Ergänzende Informationen zum Bausatz findet der Modellbauer im Eisenbahn-Journal Heft 4/2004 und im Eisenbahn-Magazin Heft 9/2004, sowie im MIBA-Schwerpunkt ELNA-Lokomotiven Heft 12/2001. Im Eisenbahn-Journal Heft 5/1992 gibt es einige Bilder von 91 6492 aus dem Jahr 1966 auf der Nebenbahn Mockrehna-Schildau (nordöstl. von Leipzig). 
 
Hier einige Hinweise zum Bau meiner ELNA, der 91 6492.
Bei der Rahmenmontage kann sich der Modellbauer an die Bauanleitung von Weinert-Modellbau halten. Der Rahmen  wurde von mir wieder in bewährter Weise verlötet, dass bringt m. E. wesentlich mehr Stabilität. 
 
 
Die Gehäusemontage ist nicht schwierig. Auf den passgenauen Sitz der Einzelteile ist besonders zu achten. Bevor die Teile miteinander verklebt bzw. verlötet werden, sollten diese sehr sorgfältig von kleinsten Angüssen und Graten befreit werden, nur so lassen sich unschöne Spalten bzw. ein schlechter Sitz der Teile am Lokgehäuse vermeiden. Nehmen Sie sich bei diesen Arbeiten genügend Zeit, ein zu schnell zusammengebautes Modell bringt oftmals wenig Freude.
Bevor die Bodenplatte, der Kessel und weitere Gehäuseteile entsprechend des beiliegenden Bohrplanes gebohrt werden, sollte man sich für den Nachbau eines  konkreten Vorbilds entschieden haben. Entsprechend dem gewählten Vorbild gibt es einige Unterschiede in der Position, bzw. dem Weglassen und Hinzufügen von Bohrungen zu berücksichtigen. Leider wird hierauf nur ungenügend im Bohrplan eingegangen.
Die Gehäusemontage beginnt mit der Komplettierung der Bodenplatte. Nachdem der Wasserkasten (Teil 65) unter die Grundplatte geklebt wurde, kann der Steg aus der Bodenplatte getrennt werden. Spätestens bei der Montage von Fahrwerk und Gehäuse wird dieser Freiraum für die Schwungmasse benötigt. In der Bauanleitung gibt es hierzu keinen Hinweis. Im nebenstehenden Bild sind die Trennstellen angezeichnet.
 
Als Vorbild für mein Modell habe ich 91 6492 gewählt. Diese Lok wurde 1936 von Henschel und Sohn in Kassel mit der Fabriknummer 23101 gebaut und an die Niederlausitzer Eisenbahn als NLE 152 ausgeliefert. In der Umzeichnungsliste vom 12.Dezember 1949 erhielt die Lok die DR-Nummer 91 6492 und wurde der RBD Cottbus unterstellt. Bis zu ihrer Z-Stellung und Ausmusterung im Jahr 1970 versah diese ELNA-Lokomotive ihren Dienst in den Bw's Luckau, Hoyerswerda und Falkenberg, 1971 erfolgte die Verschrottung. Belegt ist, das 91 6492 noch im Jahr 1966 das Herstellerschild mit der Fabriknummer 23101 trug.
 
 
 
 
 
Auf dem mir zugängliche Bildmaterial von 91 6492 ist zu erkennen, dass die Luftpumpe auf der linken Lokseite unmittelbar vor dem Führerhaus angeordnet ist. Dies geht aus dem Weinert-Bauplan nicht zweifelsfrei hervor. So fehlt der Hinweis im Bohrplan auf die nicht benötigte 1,5mm Bohrung für die Luftpumpe auf der rechten Kesselseite. Ist der Kessel ersteinmal gebohrt, muss die Bohrung wieder verschlossen werden. Dafür fehlte auch die Angabe der richtigen Position für den Zapfen der Luftpumpe auf der linken Kesselseite. Wünschenswert wäre, wenn bereits im Bohrplan Angaben zu den einzelnen Modellvarianten vorhanden sind. Leider ist im Bohrplan nur ein  Hinweis  betreffend der Führerhausfront für die DR-Ausführung vorhanden.
 
Weitere Änderungen die sich für mein Modell 91 6492 erforderlich machten waren:
 
 
  • Die auf dem Kesselscheitel bereits beim Guss angelegte Bohrung für Teil 136 musste bei meinem Bausatz ca. 1mm nach vorne verlagert werden.
  • Die Abdampfleitung des Generators (Teil 111) befindet sich bei 91 6412 hinter dem Schlot. Dazu muß dieser an entsprechender Stelle gebohrt und die Abdampfleitung des Generators neu gebogen und angepasst werden.
 
  • Die Leitung 138b mit Armartur 138a wird nicht benötigt, somit entfällt die Bohrung am mittleren Dom und die Bohrung zur Durchführung der Leitung durch die Bodenplatte.
  • 91 6492 und auch weitere Schwestermaschinen tragen auf den mir zur Verfügung stehenden Fotos auf der Lokführerseite keine Leiter (Teil 124b) am Kessel. Die zwei 0,9mm Bohrungen für die Leiter werden nicht benötigt und brauchen daher nicht gebohrt zu werden. Entsprechend Bauplan soll ein Fuß der Leiter auf dem Halter der Steuerwelle sitzen, bei mir liegt die Steuerwelle genau zwischen den beiden Leiterfüßen, somit musste ich den Fuß nicht wie im Bauplan beschrieben kürzen.
Zum Schluß der Montage wird das Gehäuse mit den Handläufen komplettiert.
Fahrwerk der 91 6492
 
 
Bei der Endmontage des Lokgehäuses mit dem fertig montierten Fahrwerk müssen die beiden Aufwerferhebel (Teil 101) auf die Zapfen der Steuerwelle (Teil 66) eingehängt werden. Auf dem nebenstehenden Bild ist der Aufwerferhebel auf den Zapfen der Schieberschubstange eingehängt zu erkennen. Zum Einhängen der Aufwerferhebel auf die Zapfen der Steuerwelle musste ich diese zuvor jeweils um ca. 2mm abwinkeln, da diese nicht mit den Durchbrüchen in der Grundplatte und den Zapfen der Steuerwelle fluchteten. In der Bauanleitung ist dies nicht dargestellt. Eine Ungenauigkeit meinerseits beim Bau des Modells konnte ich ebenfalls nicht feststellen, da alle Steuerungsteile parallel zum Rahmen verlaufen.       
 
 
Auf diesem Bild ist das Lokghäuse bereits auf das Fahrwerk aufgesetzt. Gut sichtbar ist der abgewinkelte Aufwerferhebel, der jetzt in die Zapfen der Steuerwelle eingehängt ist.
 
Kupplungen sind nicht montiert, da ich mir die Option Originalkupplung oder Kupplungshaken offen lassen möchte. Für Betriebsbahner besteht die Möglichkeit eine Kurzkupplung einzubauen. Dies muss aber bereits bei der Montage des Fahrwerkes berücksichtigt werden. Ein nachträglicher Einbau der Kurzkupplungskulisse ist m.E. nicht bzw. nur mit sehr großen Aufwand möglich.
 
Für den Bau der DR-Maschine 91 6492 mußten die beiligenden Laternen gegen Reichsbahnlaternen mit großem Spitzenlicht, Weinert Art.-Nr. 9024, getauscht werden. Ebenfalls ist der Luftbehälter unter der vorderen Pufferbohle nicht Bestandteil des Bausatzes. Der vordere Luftkessel ist bei Weinert mit der Bestellnummer 8925 erhältlich.
 
 
 
    
 
 
Nach Fertigstellung der ELNA-Lok kann ich sagen, dass dieses Modell für den geübten Modellbauer keine große Herausforderung darstellt. Auch ein Anfänger im Modellbau kann dieses Modell mit gutem Erfolg bauen. Wichtig wie bei allen anderen Modellen ist das genaue Lesen und Verstehen der Weinert-Bauanleitung und beim Bauen das "Mitdenken" und die persönlichen Erfahrungen nutzen. Hilfreich sind auch die in den o.g. Modellbahnzeitschriften veröffentlichten Hinweise.
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